Lagerhalle mit roten Palettenregalen
Lagerfläche für Unternehmen · NRW

Lager mieten in NRW: erst die Lagerart, dann die Fläche.

Ein Hochregallager, ein Kühllager und ein Gefahrstofflager haben wenig gemeinsam außer dem Wort Lager. Wer zuerst nach Quadratmetern sucht, mietet schnell das Falsche.

Sieben Lagerarten.
Sieben Anforderungen.

Viele Betriebe brauchen eine Kombination, etwa ein Palettenregallager mit Kommissionierzone. Die Nachfrage nach kleineren Light-Industrial-Flächen stieg zuletzt um 30 % auf rund 1,68 Millionen m² bundesweit.[1]

Blocklager: BeispielfotoLA-01

Blocklager

Typisch: Wenige Artikel in großen Mengen: Getränke, Baustoffe, Verpackung

Muss können: Viel Grundfläche, hohe Bodenlast, stapelfähige Ware. Die Hallenhöhe ist weniger wichtig.

Palettenregallager: BeispielfotoLA-02

Paletten­regal­lager

Typisch: Viele Artikel auf Paletten: Handel, Industrie, Kontraktlogistik

Muss können: Lichte Höhe (UKB), ebener Boden, Punktlast für Regalfüße, passendes Stützenraster, meist Sprinkler.

Kleinteilelager: BeispielfotoLA-03

Klein­teile­lager

Typisch: E-Commerce, Ersatzteile, Kommissionierung

Muss können: Fachbodenregale oder Bühnen, gutes Licht, viele Arbeitsplätze, Sozialräume, Parkplätze.

LA-04

Kühllager

Typisch: Lebensmittel, Pharma, Blumen

Muss können: Temperaturzonen, gedämmte Hülle, hohe Stromleistung, Notstromkonzept. Wenig Angebot, Umbau sehr teuer.

LA-05

Gefahr­stoff­lager

Typisch: Chemikalien, Lacke, Aerosole, Batterien

Muss können: Genehmigung für diese Nutzung, Auffangräume, Brandschutz, Einstufung nach Lagerklassen und Wassergefährdung.

Freilager: BeispielfotoLA-06

Freilager

Typisch: Container, Baustoffe, Fahrzeuge, Leergut

Muss können: Befestigte und entwässerte Fläche, Zaun, Beleuchtung, genehmigte Nutzung als Lagerplatz.

Light Industrial: BeispielfotoLA-07

Light Industrial

Typisch: Handwerk, Montage, Service, Lager mit Büro

Muss können: Kleinere Einheiten mit ebenerdigen Toren und Büroanteil, oft in Gewerbeparks mit mehreren Mietern.

Lagergut-Steckbrief

Je genauer Sie Ihre Ware beschreiben, desto schneller lässt sich sagen, ob eine Halle passt. Vermieter, Makler und Versicherer fragen diese Angaben ohnehin ab.

Bei Gefahrstoffen sollten Sie die Lagerklassen nach TRGS 510 und die Wassergefährdungsklasse kennen. Daraus ergibt sich, ob eine Halle baulich und genehmigungsrechtlich in Frage kommt. Lithium-Batterien werden dabei oft unterschätzt.

Füllen Sie den Steckbrief aus, kopieren Sie den Text und fügen Sie ihn im Suchprofil bei corealis in das Nachrichtenfeld ein.

Steckbrief LagergutNr. 001
Zum Suchprofil
Gabelstapler in einer Lagerhalle Option A

Eigenes Lager mieten

  • Bestand ist planbar
  • Lagerung gehört zum Kerngeschäft
  • Eigenes Personal und eigene Prozesse
  • Lager und Produktion müssen nah beieinander liegen
  • Volle Kontrolle über Abläufe und Kosten
Option B

Logistikdienstleister beauftragen

  • Mengen schwanken stark
  • Neue Märkte sollen getestet werden
  • Kein Aufbau von Lagerpersonal gewünscht
  • Bezahlung pro Palettenplatz und Bewegung
  • Qualität hängt am Vertrag mit dem Dienstleister

Logistikdienstleister sind die größte Mietergruppe am Markt: In Köln stellten sie im ersten Halbjahr 2026 rund 64 % des Flächenumsatzes,[2] in Düsseldorf nach drei Quartalen 56 %.[3]

Lagerfläche
finden lassen.

Legen Sie beim Düsseldorfer Gewerbemakler corealis ein Suchprofil mit Fläche, Region, Timing und Laufzeit an. Lagerart und Lagergut schreiben Sie ins Nachrichtenfeld. Das Team meldet sich mit passenden Objekten.

FAQ

Was ist der Unterschied zwischen Lagerfläche und Logistikfläche?

Lagerfläche ist der Oberbegriff für jede Fläche, auf der Ware aufbewahrt wird. Von Logistikfläche spricht man meist bei Hallen, die auf schnellen Umschlag ausgelegt sind: viele Rampentore, große Höhe, Hof für Lkw. Ein Lager für Ersatzteile mit wenig Bewegung braucht das nicht unbedingt.

Kann ich in jeder Halle Gefahrstoffe lagern?

Nein. Entscheidend sind die genehmigte Nutzung, der bauliche Brandschutz, Rückhalteeinrichtungen und die Einstufung Ihrer Stoffe nach Lagerklassen gemäß TRGS 510 und Wassergefährdungsklassen. Auch der Sachversicherer redet mit. Klären Sie das vor der Anmietung, nicht danach.

Was bedeutet Light Industrial?

Gemeint sind kleinere Gewerbeimmobilien, in denen gelagert, montiert, repariert oder leicht produziert wird, oft mit Büroanteil und ebenerdigen Toren. Dazu zählen Gewerbeparks und kleine Hallen. Die Nachfrage ist nach dem Marktbericht der Initiative Light Industrial zuletzt um 30 % gestiegen.

Gibt es Kühllager zur Miete?

Ja, aber deutlich weniger als normale Lagerhallen. Weil Dämmung, Kältetechnik und Stromversorgung sehr teuer sind, entstehen Kühllager oft gezielt für einen Nutzer. Planen Sie bei der Suche mehr Zeit ein und prüfen Sie auch Dienstleister mit Kühlkapazität.

Ab wann lohnt sich ein eigenes Lager statt eines Dienstleisters?

Eine feste Grenze gibt es nicht. Vergleichen Sie die Vollkosten einer eigenen Fläche, also Miete, Nebenkosten, Personal, Technik und Leerstand in schwachen Monaten, mit den Preisen eines Dienstleisters pro Palettenplatz und Bewegung. Je planbarer Ihre Mengen, desto eher rechnet sich das eigene Lager.

Quellen

Mieten in Euro je m² Hallenfläche und Monat (netto), sofern nicht anders angegeben. Die Zahlen stammen von verschiedenen Maklerhäusern, die ihre Marktgebiete unterschiedlich abgrenzen. Stand der Recherche: Oktober 2026.

  1. Initiative Light Industrial und bulwiengesa via Konii: Light Industrial Markt, Investment- und Flächennachfrage ziehen an (12.10.2026). https://www.konii.de/?p=217340
  2. BNP Paribas Real Estate: Logistikmarkt Köln, Property Report H1 2026 (Juli 2026). https://www.realestate.bnpparibas.de/sites/default/files/document/2026-07/bnppre-logistikmarkt-koeln-2026q2.pdf
  3. BNP Paribas Real Estate via Konii: Düsseldorfer Logistikmarkt erneut mit überdurchschnittlicher Bilanz (16.10.2026). https://www.konii.de/?p=217712
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